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IMPULSE, IDEEN, INSPIRATION ...
In unserem Blog teilen wir Gedanken, Erfahrungen und Hintergründe zu VAGOFY,
Gesundheit und Selbstregulation. Persönlich, praxisnah
und immer mit Blick aufs Wesentliche.
Gesundheit und Selbstregulation. Persönlich, praxisnah
und immer mit Blick aufs Wesentliche.
| 05.02.2026 | |
Die Herzratenvariabilität. Was dein Herz über deine Resilienz verrät … Stress ist allgegenwärtig - Arbeits- und Schulstress, aber auch Familien-, Beziehungs- und Freizeitstress. Viele Menschen spüren ihn täglich, doch nur wenige wissen: Dein Körper hat einen eingebauten Gradmesser für deine Belastbarkeit – die Herzratenvariabilität, kurz HRV. Sie zeigt, wie flexibel dein Nervensystem auf die Anforderungen des Lebens reagiert. Und sie hat viel mit dem Vagusnerv zu tun, deinem inneren Entspannungsnerv. Was ist die HRV? Die Herzratenvariabilität beschreibt die Abstände zwischen deinen Herzschlägen. Auch wenn dein Puls konstant bei 70 Schlägen pro Minute liegt, schlägt dein Herz nicht wie ein Metronom. Die Abstände variieren leicht – und genau das ist ein Zeichen von Gesundheit. Beispiel:
Eine hohe HRV bedeutet: Dein Körper kann flexibel zwischen Anspannung (Sympathikus) und Entspannung (Parasympathikus, also u.a. Vagusnerv) wechseln. Eine niedrige HRV zeigt, dass dein System starr, angespannt oder erschöpft ist – typisch bei chronischem Stress, Erschöpfung oder Schlafmangel. Die Rolle des Vagusnervs Der Vagusnerv ist ein zentraler Teil deines parasympathischen Nervensystems. Er beeinflusst Herzschlag, Atmung, Verdauung – und sendet beruhigende Signale an dein Gehirn. Die HRV ist so etwas wie ein Messwert für die Aktivität deines Vagusnervs. Je aktiver der Vagus, desto größer die Variabilität. Auf den Punkt: Mehr Vagusaktivität = höhere HRV = bessere Resilienz. Warum HRV und Resilienz zusammenhängen Resilienz bedeutet nicht, stressfrei zu leben – sondern mit Belastungen besser umgehen zu können. Ein flexibles Nervensystem ist dabei entscheidend. Studien zeigen: Menschen mit hoher HRV erholen sich schneller nach Stress. Sie bleiben ruhiger in Konflikten und sind emotional stabiler. Sie schlafen besser, regenerieren schneller und fühlen sich vitaler Wie du deine HRV (und deinen Vagusnerv) stärken kannst Das Beste: Du kannst deine HRV aktiv verbessern – ganz ohne Technik. Hier ein paar wirkungsvolle Methoden:
HRV messen – aber mit Maß Es gibt mittlerweile viele Wearables, Apps und Smartwatches, die deine HRV im Alltag messen – oft beim Schlaf oder in Ruhephasen. Das kann ein spannender Indikator sein, sollte aber nicht zur neuen Stressquelle werden. Nutze HRV als Impuls – nicht als Urteil. Fazit Dein Herz schlägt nicht monoton – und das ist gut so. Die HRV ist ein Spiegel deiner inneren Stabilität. Sie zeigt dir, wie flexibel, anpassungsfähig und erholungsbereit du wirklich bist. Und sie erinnert uns daran, dass Resilienz kein mentaler Akt, sondern ein körperlich spürbarer Zustand ist – den du pflegen kannst. Mit jedem Atemzug. |